Laut einer Recherche des Sustainable Web Manifesto ist das Internet der siebtgrößte Verschmutzer der Erde. Weltweit werden rund drei Prozent des Energiebedarfs allein durch Rechenzentren verursacht (Vgl. Sustainable Web Manifesto). Diese Tatsache macht das Internet zu einem nicht zu vernachlässigenden Treiber des Klimawandels. Der Klimawandel steht auf der Agenda der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es wird also höchste Zeit, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit auch in der digitalen Welt zu schärfen.

Im Einklang mit seinem Bewusstsein für Nachhaltigkeit und dem Wunsch, eine nachhaltige Wirtschaft auch in der digitalen Welt zu fördern, hat sich Computop mit der Entwicklung von grüner Software (engl. Green Software Design, GSD) beschäftigt. Im Zuge dessen hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, ein umweltfreundliches Softwaredesign zu etablieren. Green Software Design wurde damit zu einem wesentlichen Bestandteil des Leistungs-Portfolios.

Acht Prinzipien für nachhaltige Entwicklung

Doch was genau ist Green Software Design überhaupt? Unter dem Begriff Green Software Design versteht man im Allgemeinen die Entwicklung einer ressourcensparenden und klimaschonenden Software. Grüne Software hat über ihren Lebenszyklus hinweg wenige bis keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und wirkt sich im besten Falle sogar positiv auf eine nachhaltige Entwicklung aus. Im Rahmen eines GSD soll dabei insbesondere auf die Umsetzung von acht wesentlichen Prinzipien geachtet werden:

Kohlenstoff

Die Software wird so entwickelt, dass sie dem Benutzer einen Mehrwert bietet und gleichzeitig weniger CO2-Emission verursacht. Ziel ist es, bei jedem ausgestoßenen Gramm Kohlendioxid sicherzustellen, dass der Nutzen so groß wie möglich ist.

Elektrizität

Grüne Software arbeitet energieeffizient, indem sie nicht benötigte Softwarekomponenten abschaltet und erst aktiviert, wenn diese benötigt werden. 

Kohlenstoffintensität

Bei der Entwicklung grüner Software beziehen Unternehmen den Großteil ihres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, die eine geringe Kohlenstoffintensität aufweisen.

Eingebetteter Kohlenstoff

Grüne Software arbeitet hardwareeffizient. Der Großteil der Arbeitslast wird dabei von einem Cloud-Server ausgeführt, was bedeutet, dass für die Software nicht laufend leistungsstärkere Hardware angeschafft werden muss. Des Weiteren ist grüne Software browserbasiert und kann auch auf älteren Geräten laufen.

Energieproportionalität

Ziel dieses Prinzips ist es, die Energieeffizienz der Hardware zu maximieren. Dabei laufen mehrere Software-Systeme zur gleichen Zeit, abgegrenzt voneinander, auf einer Hardware. Dennoch entstehen Leerlaufzeiten, in denen keine Auslastung vorherrscht. Strom kann optimal ausgenutzt werden, wenn in den wenig genutzten Zeiten Optimierungen der Software und der Datenbanken durchgeführt werden.

Vernetzung

Gesendete und empfangene Daten werden über mehrere Geräte übertragen, die durch ein Netzwerk miteinander verbunden sind. Durch Netzwerkoptimierung können die Größe der Daten und die Entfernung, die sie durch das Netz zurücklegen müssen, reduziert werden.

Nachfragesteuerung

Im Sinne der Nachfragesteuerung soll es darum gehen, den Bedarf an Rechenleistung in eine andere Zeit oder Region zu verlagern und ihn so zu gestalten, dass er dem verfügbaren Angebot entspricht.

Messung und Optimierung

Die Umsetzung langfristiger, konsequenter Optimierungsstrategien kann die Gesamteffizienz von Software im Hinblick auf den Kohlenstoffverbrauch steigern.

Es existieren zahlreiche Studien, die den Einfluss von GSD auf die ökologische Nachhaltigkeit im sinne eines sichtbaren Beitrags zum Klimaschutz und der Initiative zur Energieeinsparung aufzeigen (Vgl. https://www.greensoftwaredesign.com/). GSD bietet jedoch nicht nur dem Unternehmen die Möglichkeit, dem Klimawandel entgegenzuwirken und einen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit zu leisten. Mittels GSD kann Computop auch seinen Kunden einen klimafreundlichen Service (Carbon neutral Paygate) anbieten. Dieser erlaubt es, den CO2-Ausstoß für den Zahlungsverkehr mit Null Tonnen CO2 zu kalkulieren und ebnet ihnen damit den Weg hin zu einem umweltfreundlicheren Wirtschaften.

Die Zahlungsplattform von Computop kann die von Syngenio definierten Kriterien zur Minimierung des CO2-Fußabdrucks für Software vollumfänglich erfüllen, weshalb das Unternehmen durch die Syngenio AG mit dem TÜV-geprüften GSD-Label zertifiziert werden konnte.